Nach der kleinen Pause hier im Blog gibt es heute mal wieder was für die Augen. Da sich die Gelegenheit bot, waren wir am vergangenen Wochenende seit langem mal wieder spontan auf Kurzurlaub in Zeeland. Das Ziel diesmal Renesse. Im Sommer extrem überlaufen, aber im September wieder recht beschaulich und dazu in den letzten Tagen mit einem grandiosen Wetter. Mitte September in der Nordsee schwimmen gehen und dabei kein bisschen frieren hat schon was.

Fjoertoer Renesse

Samstag Abend gab es eine ganz witzige Veranstaltung Namens „Fjoertoer“. Das ganze wurde vor ein paar Jahren ins Leben gerufen und ist mittlerweile ein Renner in der Gegend. Tagsüber werden für die Teilnehmer und sonstige Zuschauer, entlang einer 16 km langen Route, überall in der City und in den Dünen Lichtinstallationen aufgestellt. Die offiziellen Teilnehmer bekommen ein Care-Paket mit Lichtmütze, Stempelkarte und anderen Accessoires und können sich dann an Stempelposten entlang der 9 oder 16 km langen Route jeweils einen Stempel holen. Wer die TV-Serie „Gilmore Girls“ kennt fühlt sich ganz und gar nach „Stars Hollow“ mit seinen etwas verrückten aber liebevollen Einwohnern versetzt. Es ist auf jeden Fall ein irres Bild, wenn sich der Tross aus mehreren tausend Leuten mit diesen LED-Caps (und oft mit vielen anderen Lämpchen behangen) auf den Weg macht.

Wir haben es da etwas ruhiger angehen lassen und sind nur rund um einen See gelaufen und haben ein paar tolle Fotos gemacht.

Da es sehr dunkel war und ich sowohl mein Dreibein-, als auch mein Einbeinstativ sinniger Weise im Auto habe liegen lassen, musste ich die Bilder leider aus der Hand schießen. Also ISO auf 4000+, Blende so weit auf wie möglich und soweit geschlossen wie nötig (2-2,8), Belichtungszeit an das Verwacklungsminimum (π mal Daumen 1/Brennnweite des Objektivs in Sekunden) angepasst und gehofft, dass die Bilder was werden. Beim Sichten der Bilder hat sich dann gezeigt, dass die Ausbeute an scharfen Bildern doch unerwartet hoch ausfiel.

Normalerweise würde ich eher eine Langzeitbelichtung mit geschlossener Blende und niedrigem ISO favorisieren, aber wie gesagt ohne Stativ halt leider nicht möglich.

Die Bilder entstanden mit der Canon 5D Mark III und dem Sigma DG 24-70mm/f2.8 EX HSM.

Kommentare ausdrücklich erwünscht 😉

Wenn Euch die Bilder oder der Artikel gefallen hat, ihr Anmerkungen und/oder Ergänzungen zum Thema habt, dann hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar. Ich würde mich sehr darüber freuen!

 

2 Gedanken zu „Lichterspiel bei der Fjoertoer in Renesse

  1. Haha, sowas ähnliches ist mir am Wochenende auch passiert: Hatte bei einer Nachtfotoaktion zwar mein Stativ dabei, aber die Schnellwechselplatte für die Kamera lag zu Hause :\ Zum Glück hatte ich noch ein einfaches Einbeinstativ dabei, wo direkt ein Gewinde dran war. So konnte ich dann immerhin noch mit 1/10 und Iso 1.250 halbwegs brauchbare Fotos machen.

    Zu deinen Bildern selbst: Schön bunt und schöne Spiegelungen 🙂 Nur bei einigen hätte ich den Schwarzanteil durch Beschneiden etwas reduziert (z.B. dem 3. Bild).

    Viele Grüße,
    Ralph

    • Ja, war echt etwas dumm gelaufen mit dem Stativ. Aber hat ja dennoch funktioniert. 🙂
      Den Beschnitt hatte ich beim dritten Bild auch erst enger gefasst, dabei ging mir allerdings die etwas verlorene Wirkung des bunten Baumes im Dunkel der Nacht verloren. Das hat so etwas einsames und dennoch spannend künstlerisches für mich.

      Viele Grüße
      Sebastian

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