Leckere Kiwi-Orangen im Angebot

Heute gibt es mal was ganz besonderes – die Kiwi-Orange. Ich meine mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass diese leckere wie eine Orange aussehende Frucht innen wie eine Kiwi aussieht? Und ich kann Euch versichern, es hat auch nach Kiwi geschmeckt 😉

Produktfotografie mit Überraschung

Schon seit langem wollte ich mal etwas überraschendes zum Thema Produktfotografie machen und mir schwirrte auch schon genau das richtige vor meinem geistigen Auge herum. Vergangene Woche war es dann soweit, als Sandra mir zufälliger Weise eine Kiwi mitbrachte und ich dachte OK jetzt ist es soweit.

Kurz noch leckere Orangen dazu gekauft und los ging es.

Making of Kiwi-Orange

Die Vorbereitungen

Zunächst werden die Früchte von allen Seiten fotografiert. Dazu habe ich mir eine Mini-Hohlkehle aus 4 Blättern Kopier-/Druckerpapier gebaut und die Blitze so positioniert und geregelt, das man die Schattenkante des Papiers nicht mehr sehen kann. Die Stelle auf welcher die Früchte platziert werden, werden einfach mit einem Bleistift markiert. Ein Stapel Visistenkarten diente als Aufstellhilfe.

Die Kamera positionierte ich in einem Winkel von ca. 15 Grad oberhalb der Tischfläche in einem Abstand von 50-60 cm. Zur Ausleuchtung kamen zwei 400W Blitze auf niedriger Leistung zum Einsatz. Zur Ausleuchtung können auch ohne Probleme einfache Systemblitze, wie der Yongnuo 560 oder vergleichbare Blitze, genutzt werden.

Ein Blitz wird oberhalb der Früchte aufgebaut und gegen eine Reflektor-Schirm gerichtet, welcher den gesamten Tisch von rechts schräg oben vorne gleichmäßig ausleuchtet. Der zweite Blitz wird seitlich und leicht von hinten links aufgebaut. Durch einen Durchlichtschirm wird ein weiches Licht zum aufhellen der Schatten erzeugt.

Zum fotografieren habe ich die Canon 5D Mark III und das Sigma DG 105mm f2.8 EX HSM OS Makro genutzt. (f8, ISO200, 1/160s)

Fotografieren der Einzelbilder

Nachdem alles aufgebaut war wurden alle Einzelbilder gemacht. Dazu habe ich als ersten die kompletten Früchte fotografiert. Anschließend halbierte ich mit einem scharfen Messer die Früchte und fotografierte die offenen Schnittflächen aus mehreren Positionen. Eine Büroklammer diente dabei als Steh-Hilfe. Da ich nur eine Kiwi hatte, musste ich die zunächst längs geschnittene Frucht irgendwie wieder zusammen kriegen. Ein einfaches Gummiband drum und voilà – aus zwei mach eins. Dazu müsst ihr zuvor aber mit einem wirklich scharfen Messer arbeiten, denn sonst gibt es schnell sehr hässliche Quetsch-Spuren und das Schneiden in der anderen Richtung wird sich auch schwierig gestalten.

 

 

Die Bildbearbeitung

Nach dem alle Aufnahmen im Kasten sind, werden diese in Lightroom noch optimiert und anschließend als JPG exportiert. Das reicht in der Regel für die Bearbeitung in Photoshop aus und spart Ressourcen. Die Früchte werden dann in Ebenen ordentlich übereinander gelegt und das Fruchtfleisch der Orange am Übergang zum weiß der Schale mit dem Lassowerkzeug ordentlich nachgefahren. Der markierte Bereich wird nun maskiert und anschließend mit dem Pinselwerkzeug die Übergänge schön nachgezeichnet. Das ist der aufwendigste, aber der wichtigste Schritt bei der Bearbeitung, denn jeder kleine Fehler fällt dem Betrachter in der Regel schnell auf. Die Kiwi hatte durch den Längsschnitt noch ein paar leicht sichtbare Schnittspuren, die aber mit dem Stempelwerkzeug schnell beseitigt waren.

Ich habe 2 Versionen erzeugt, die beide Ihren Reiz haben.

Wie immer sind Kommentare ausdrücklich erwünscht 😉

Wenn Euch die Bilder oder der Artikel gefallen hat, ihr Anmerkungen und/oder Ergänzungen zum Thema habt, dann hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar. Ich würde mich sehr darüber freuen!

Viele Grüße
Sebastian

Ein Gedanke zu „Produktfotografie mit fruchtiger Überraschung

  1. Schöne Idee mit der Kiwi -Orange.
    Kleiner Tipp : Noch etwas eindrucksvoller wird das Ganze, wenn das Bild nicht nur den „platten“ geraden Anschnitt zeigt, sondern etwas seitlich die Orangenfrucht sichtbar ist.
    Aber insgesamt ein gutes Bild.

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