Wer mich näher kennt weiß, dass ich ziemlich auf italienische Pizza stehe. Mit diesen amerikanischen, total überbelegten Pfannenpizzen (man könnte sie auch Gemüseauflauf nennen) bin ich irgendwie nie so richtig warm geworden. 😀 Aber wie man hier im Rheinland so schön sagt: „Jede Jeck is anders“ sprich ein jeder mache was er gerne möchte.

Da ich schon lange mal vor hatte einen kleinen Blogeintrag mit saftigen Bildern vom Pizza backen zu machen, habe ich es jetzt endlich mal umgesetzt. Also Teig und Soße angesetzt, Licht und Kamera aufgebaut und los geht es.

Das leckere Rezept stelle ich Euch übrigens am Ende als Download bereit.

Lichtsetup

Für die Fotos habe ich drei Systemblitze benutzt. Das Hauptlicht von vorne rechts ging durch eine kleine Softbox. Von hinten links kam Licht von einem Reflexschirm und dazu kam noch ein Blitz ohne Lichtformer direkt auf die Szenerie. Das ganze habe ich später aber auch umgestellt, um verschiedene Lichtsituationen auszuprobieren.

Der Teig

Der Teig für zwei ca. 30 cm durchmessende Pizzen wird aus 300g Mehl, 1/3 TL Zucker, 1 Beutel Trockenhefe, 6g Salz (2% vom Mehl), ca. 125-150 ml lauwarmes Wasser und mindestens 2 EL Olivenöl (je mehr je besser!) gemacht. Die Wassermenge richtet sich nach dem benutzten Mehl. Wir mischen oft normales Weizenmehl mit Vollkornmehl verschiedener Art. Der Teig muss zu einem glatten, nicht klebenden Klumpen geknetet werden und darf dabei nicht feucht sein; dann habt ihr zuviel Wasser genommen. Einfach noch etwas Mehl dazu geben und kneten bis der Teig ohne zu kleben berührbar ist. Das ganze wird mindestens 1 Stunde in eine warme Umgebung gestellt, damit die Hefe gut arbeiten kann. Man kann den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Der Teig lässt sich jetzt wunderbar ausrollen und in Form bringen ohne zu reißen.

Die Tomatensoße

Die Tomatensoße ist auch selbst gemacht. Zur Zubereitung schwitzen wir eine halbe Zwiebel (gewürfelt) an. Optional kann noch etwas Tomatenmark hinzu gegeben und mit anrösten. Anschließend einfach eine Dose Pizzatomaten oder gewürfelten Tomaten hinzugeben, mit Salz und Pfeffer sowie italienischen Kräutern oder Pizza-Gewürz abschmecken und das ganze für 20-30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Soße dünn auftragen und weiter geht’s …

Ein kleiner Trick, um eine matschige Pizza zu vermeiden: Zuerst den Käse auf die Tomatensoße geben! Herkömmliche Backöfen sind nämlich eigentlich nicht heiß genug für Pizza und so verhindert man, dass der Belag die Feuchtigkeit an den Teig abgibt. Wer so heiß wie möglich und bei kurzer Dauer seine Pizza backt bekommt trotzdem eine oben herrlich saftige und geschmackvolle sowie unten knusprige Pizza.

Geändertes Lichtsetup

Bei den letzten drei Bildern habe ich den direkten Blitz mal nach hinten rechts gestellt, um mit dem Streiflicht etwas mehr Glanz ins Bild zu bekommen. Ich mag beide Varianten. Später bei den fertigen Pizzen, habe ich den direkten Blitz auch mal ganz weggelassen.

Jetzt kann gebacken werden

Zum Pizzabacken haben wir uns vor einigen Jahren mal runde Pizzableche gekauft. Die kann ich nur empfehlen. Die Bleche haben Löcher im Boden und helfen den Teig sicher zu transportieren 😉
Ganz wichtig! Der Backofen sollte wirklich vorgeheizt sowie Ober- und Unterhitze genutzt werden. Es macht wirklich einen Unterschied – der Boden wird kross und der Belag trocknet nicht aus. Wer es nicht glaubt, probiert es einfach aus. Wie oben schon geschrieben, den Ofen auf die höchste Temperatur einstellen. Unserer schafft 250°C. Wenn der Ofen vorgeheizt ist, dauert der Backvorgang 10-11 Minuten. Wir stellen die Pizzen immer einzeln in den Ofen – macht bei Ober- und Unterhitze auch Sinn. Der Energieverbrauch eines relativ aktuellen Backofens ist auch zu vernachlässigen (Unser Toaster verbraucht mehr Strom 😉 )

Da die Pizza „Prosciutto e Fungi“ zum Belegen nicht auf einem Blech lag, hat es nicht geklappt die Pizza unfallfrei auf ein Blech zu kriegen. So gab es halt kurzerhand eine Calzone. Und auch die war super lecker!

Rezeptdownload

Hier ist das zusammengefasste Rezept: Pizza Möbius

Wie immer sind Kommentare ausdrücklich erwünscht 😉

Falls Euch der Artikel oder die Bilder gefallen haben, ihr Anmerkungen oder Ergänzungen zum Thema habt, hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar! Ich würde mich sehr darüber freuen!

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