Heute gibt es einen kleinen Hinweis auf meinen anderen Blog auf L-S-Photographie.de über mein tolles Fotoshooting mit den Sternschnuppen Bockeroth im Kurtheater Hennef im Dezember letzten Jahres.

Hier werde ich etwas auf den Setaufbau und die anschließende Bearbeitung der Bilder eingehen.

Fotoshooting mit den Sternschnuppen Bockeroth

Setaufbau mit Effektlicht

Bei diesem Shooting habe ich neben zwei frontalen Studio-Blitzen mit mehreren Aufsteckblitzen und Farbfolien gearbeitet.
Um einen tollen zu den Kostümen und den Vereinsfarben passenden Effekt zu erhalten, arbeiteten wir mit blauen Folien.
Die jetzt farbigen Systemblitze werden nun hinter den Personen in Richtung der Kamera aufgebaut und erzeugen beim Auslösen ein tolles Effektlicht ohne die Hautfarbe unangenehm zu verändern. Die Stative werden dann später bei der Bildbearbeitung aus dem Bild mittels einfacher Retusche entfernt.

Hautretusche mittels Frequenztrennung

Bei der Hautretusche der einzelnen Portraits habe ich mal wieder mit der Technik der Frequenztrennung gearbeitet. Bei dieser Bearbeitungsmethode werden die Struktur und Farbinformationen im Bild voneinander getrennt. Das hat den Vorteil, dass die Struktur wie Hautporen und Fältchen unabhängig von den Farbinformationen des Bildes bearbeitet werden können. So können auf der Strukturebene einfach mit dem Stempelwerkzeug Pickel entfernt und reine Hautporen kopiert werden, ohne fiese Farbänderungen zu erhalten. Gleichzeitig können auf der Farbebene Hautverfärbungen, gerötete Stellen und ähnliches, einfach mit dem Pinsel, analog zu einem Abdeckstift im echten Leben, herausgemalt werden. Durch diese Art der Bearbeitung, werden störende Farb- und Helligkeits-Artefakte beim Korrigieren von Fehlern mit dem Stempelwerkzeug im normalen Bild, vermieden. Die Haut sieht so auch nach einer starken Bearbeitung noch gleichmäßig, sauber und trotzdem sehr natürlich aus.

Dodge & Burn

Zusätzlich wurde auf einer dritten Ebene durch sogenanntes dodge & burn noch weitere Änderungen an den Portraits vorgenommen. Beim dodge & burn werden einige Stellen im Bild aufgehellt und andere Stellen abgedunkelt. Bei korrekter Anwendung, wenn man also weiß was man macht und etwas Übung hat, bewirkt diese Art der Bearbeitung, dass die Konturen der Gesichter sowie die Tiefenwirkung der Bilder verstärkt werden. Dadurch wirkt am Ende das ganze Bild plastischer. Für einen Betrachter hat das einen entscheidenden Vorteil, denn wir sind es gewohnt dreidimensional zu sehen. Das Bild wirkt für uns bei richtiger Anwendung also ganz subtil etwas “natürlicher”.